Über Zhora
Struktur und Leidenschaft. Instinkt und Präzision. Für Zhora Sargsyan sind Gegensätze keine Pole des Konflikts, sondern Kräfte der Inspiration – Ausgangspunkt einer musikalischen Reise voller Ausdruck, Spannung und Tiefe.
DER KÜNSTLER
Inspirierende Fantasie. Ausdrucksvolle Struktur.
Mit dem 3. Grand Prix beim Long-Thibaud-Crespin-Wettbewerb 2019 in Paris, verliehen von einer Jury rund um die Vorsitzende Martha Argerich, trat der armenisch-deutsche Pianist Zhora Sargsyan auf eine der bedeutendsten internationalen Bühnen für junge Pianisten. “Wucht und Eleganz, Formgefühl und Klangsinn, Brillanz und Kantilene – dieser Pianist beherrscht alle Register”, so berichtete Deutschlandfunk Kultur. Seine Interpretationen verbinden emotionale Tiefe mit pianistischer Reife und einer Bühnenpräsenz, die seinen künstlerischen Weg unverwechselbar prägt.
URSPRÜNGE
Die Kindheit
vom Klang geprägt
Seinen ersten internationalen Erfolg feierte Zhora Sargsyan bereits im Alter von 15 Jahren beim Aram-Khachaturian-Wettbewerb in Armenien, wo er mit dem 2. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Geboren in Eriwan, begann er seine pianistische Reise im Alter von sieben Jahren; seither gastierte er in renommierten Sälen Europas, Asiens und Kanadas.
ERFAHRUNG
Auf der internationalen Bühne
Auf der Bühne stand Zhora Sargsyan mit renommierten Klangkörpern wie dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Münchener Kammerorchester, der Kammerakademie Halle, den Warmian-Masurian Philharmonikern und der Armenischen Nationalphilharmonie. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Steven Sloane, Lio Kuokman, Jesko Sirvend, Sergey Smbatyan, Alexander Iradyan und Dong-Shin Lee prägte seinen künstlerischen Weg. Solistische Debüts gab er in China, Südkorea und den Niederlanden – darunter ein Soloabend im historischen Saal des Concertgebouw Amsterdam.
“Un Arménien au jeu souple et félin, Zhora Sargsyan, tout en poésie et sensibilitè, à l`ancienne,dans la détente musculaire, évitent la moindre duretè (Ravel !), sans autunt manquer de panache dans Rachmaninov (1st Concerto).’’
— LE FIGARO, CHRISTIAN MERLIN
19 November 2019
Prägende Ereignisse
Nach dem Erfolg in Paris folgten Einladungen zu zahlreichen Festivals: zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Con Spirito Leipzig, Young Euro Classic Berlin, Meister und Meisterinterpreten in Dresden, Bachtage Potsdam, dem Harleshäuser Musikfest Kassel, Deutschlandsberger Klavierfrühling und den Salzburger Schlosskonzerten in Österreich, “Amici di Paganini” in Genua sowie dem Hvide-Sande-Festival in Dänemark. Während der Corona-Pandemie war er zu Gast in der Reihe “Debüt” bei Deutschlandfunk Kultur – ein Auftritt, den Frederik Hanssen im Tagesspiegel mit den Worten kommentierte, hier sei ein “Pianist, der auch leere Säle zu elektrisieren vermag”.
Jüngste Höhepunkte
Zu den künstlerischen Höhepunkten der vergangenen Jahre zählt die Aufführung sämtlicher Klavierkonzerte Rachmaninoffs einschließlich der Paganini-Rhapsodie über mehrere Spielzeiten hinweg. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit zentralen Werken des Klavierrepertoires – darunter die Französischen Suiten von Johann Sebastian Bach, die zugleich Grundlage einer geplanten CD-Produktion sind.
KAMMERMUSIK
Zwei Stimmen,
eine Sprache
Der Kammermusik widmet sich Zhora Sargsyan mit besonderer Hingabe. Die Geigerin Natalia Prischepenko – langjährige Primaria des renommierten Artemis Quartetts – war über viele Jahre seine Duopartnerin und eine seiner prägendsten Mentorinnen, deren musikalische Erkenntnis den Künstler, der er heute ist, zutiefst geformt hat. Weitere Zusammenarbeiten verbinden ihn mit Hayoung Choi, Friedemann Ludwig, Tobias Feldmann, Peter Bruns, Pauline Sachse und Norbert Anger. In der Spielzeit 2024/25 konzertierte er gemeinsam mit dem Cellisten Benjamin Kruithof im Rahmen der ECHO Rising Stars in den bedeutendsten Musikhäusern Europas.
AUSBILDUNG
Von Musik
animiert, von Meistern geformt
Seine Ausbildung begann am Komitas State Conservatory of Yerevan in der Klasse von Prof. V. Harutyunyan und führte ihn anschließend an die Universität der Künste Berlin zu Prof. Klaus Hellwig, wo er 2025 sein Konzertexamen ablegte. Wertvolle künstlerische Impulse erhielt er darüber hinaus in Meisterkursen bei Dmitry Bashkirov, Paul Lewis, Hortense Cartier-Bresson, Marianna Shirinyan und Cédric Pescia.
Lehren, um
zu lernen
Seit 2021 gibt Zhora Sargsyan sein musikalisches Wissen selbst weiter – unter anderem in den jährlichen Meisterkursen der Sommerakademie des Harleshäuser Musikfests in Kassel. Darüber hinaus ist er Mitglied des Projekts Kammerton, das ihn seit früher Jugend auf seinem musikalischen Weg begleitet hat.
Ein Pianist auf ständiger Suche
Zhora Sargsyans künstlerische Identität speist sich aus mehr als bloßer Neugier: aus einer inneren Notwendigkeit, die ihn beständig antreibt. Er fühlt sich zu stilistischen Kontrasten und musikalischen Welten hingezogen, die ihm zunächst fern erscheinen; gerade in dieser Distanz liegt für ihn der besondere Reiz eines Werkes. Diesen Gegensätzen begegnet er nicht mit Zurückhaltung, sondern mit Hingabe. Immer wieder kehrt er zu denselben Stücken zurück, um in ihnen neue Perspektiven, Strukturen und erzählerische Tiefenschichten freizulegen.
“Die Konzertbühne ist keine Plattform zur Selbstdarstellung. Sie ist ein Ort der Verwandlung.”
— ZHORA SARGSYAN
Pressestimmen
“Mit geschmeidigem Anschlag und feinem Gespür fürs Atmosphärische macht er die Brahms-Miniaturen als romantische Tagträumereien erfahrbar.”
— FREDERIK HANSSEN
Der Tagesspiegel · 18 April 2021
“Rasant, rekordverdächtig — dabei aber immer mozartisch leicht.”
— JOHANNES MUNDRY
H.N.A · 1 Aug 2023
"Sein Spiel … versetzte das Publikum in absolute Verzückung."
— WEEKBLAD WESTVOORNE
20 Nov 2022 · Niederlande
SOMMER 2026
Meisterkurs mit Zhora
Jeden Sommer unterrichtet Zhora Sargsyan beim Harleshäuser Musikfest & Akademie in Kassel – einem internationalen Treffen fortgeschrittener Pianistinnen und Pianisten aus aller Welt. Der Meisterkurs bietet intensive Arbeit an Repertoire, Interpretation und den tieferen Fragen musikalischer Sprache. Die Bewerbung läuft direkt über das Festival.
Zhora auf Ihrer Bühne
Zhora Sargsyan übernimmt pro Saison eine begrenzte Zahl von Engagements – Konzerte, Festivals, Residenzen und private Anlässe. Jede Zusammenarbeit entsteht im persönlichen Dialog mit dem Veranstalter und wird individuell auf den jeweiligen Anlass abgestimmt.
